Waldorfpädagogische Merkmale

Das Malen mit Aquarellfarben

Das Malen mit Wasserfarben ist eine schöne Möglichkeit, den Kindern die Farben intensiv erlebbar zu machen. Wir malen mit flüssigen Farben auf nassem Papier. Hierzu bedarf es keiner Themenstellung. Allein aus den Grundfarben Gelb, Rot, Blau entstehen die schönsten Farbkompositionen.

Die Eurythmie

Einmal wöchentlich kommt eine Eurythmistin in den Kindergarten. Die Eurythmie ist eine von Rudolf Steiner eingeführte Bewegungskunst, die Sprache in künstlerische Bewegung umsetzt. Für das kleine Kind werden die Bewegungsformen einfach nachvollziehbar gehalten und in kleine Geschichten eingekleidet. In dieser Form sprechen sie das Kind, in der dem ersten Jahrsiebt angemessenen Weise, in seiner Ganzheit an. Die Eurythmie wirkt heilsam auf die gesamte Entwicklung des Menschen und trägt zur Stärkung seiner Lebenskräfte bei.

Das Plastizieren mit Bienenwachsknete

Diese Knetmasse hat die Eigenart, erst formbar zu sein, wenn sie warm und weich geknetet worden ist. Dann sind auch die Hände der Kinder angenehm warm und gut durchblutet. Wohltuend auf die Sinne wirkt auch der leichte Duft nach Bienenwachs. Das Plastizieren findet zumeist während des Freispiels seinen Platz.


Bilder sagen mehr als 1000 Worte:
im Film wird Waldorfpädagogik (fast) ohne Worte erklärt:


Das Malen mit Wachsmalblöcken

Ein hoher Bienenwachsanteil zeichnet auch die Wachsblöcke aus, mit denen die Kinder malen. Auch hierbei stellen wir keine Themen. Kinder bringen das zu Papier, was in ihnen lebt. Wir fordern die Kinder nicht zum Zeichnen auf und hängen auch keine Kinderzeichnungen an die Wand, weil beim kleinen Kind allein der Prozeß bedeutend ist, und weniger das fertige Produkt. Dieses spiegelt vor allen Dingen die momentane Stimmungslage und den allgemeinen körperlichen und seelischen Entwicklungsstand des Kindes wider.

Das Musizieren

Das musikalische Element in unserer Erziehung zieht sich durch den ganzen Tagesablauf. Jeder Teil wird duch ein kleines Lied eingeleitet und abgeschlossen. Auch manche Tätigkeiten im Freispiel werden von Liedern begleitet.

Das Instrument, welches unseren Kindern zur Verfügung steht und auch von ihnen sehr geliebt wird, ist die Kantele, ein einfaches, leierähnliches Saiteninstrument. Der zarte Klang dieses Instruments und die pentatonische Stimmung bewirken eine stets harmonische Melodienfolge.

Die Feste im Jahreskreis

Das Kindergartenjahr findet seine Höhepunkte in den christlichen Jahresfesten. Im Reigen, den Liedern und Geschichten wird das jahreszeitliche Geschehen aufgegriffen und die Stimmung von Festen wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten widergespiegelt. Die ernsthafte Auseinandersetzung der Kindergärtnerin mit den Inhalten dieser Feste kommt in ihrer Haltung zum Ausdruck. Unser Kindergarten ist nicht konfessionell gebunden, aber christliche Grundwerte wie Ehrfurcht, Dankbarkeit und Nächstenliebe werden vom Kinde erfahren. So beten wir z. B. vor dem Frühstück und danken anschließend für die Mahlzeit. Die Symbole, die jede Festeszeit begleiten, finden ihren Platz auf unserem Jahreszeitentisch, den auch Früchte der Jahreszeit und entsprechende Mitbringsel der Kinder schmücken.

 

 

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